Samstag, 14. Juli 2007

Auf der Suche nach dem Schnee



Prüfungen geschrieben, Sachen gepackt und rein in den Bus – da gibt’s nix was mich länger in Córdoba hält. Es bleiben nicht weniger als 3 Monate Reisezeit und im Moment ist in den Skigebieten noch Nebensaison, d.h. die Preise sind erschwinglich.
Erste Station ist das sagenumwobene Las Lenas. (Wen die Erdkundekenntnisse etwas verlassen haben sollten, kann auf der professionell gestalteten Karte die Reiseroute einfach nachverfolgen). Las Lenas ist ein Skiort der Reichen und Schönen (vor allem Amerikaner), die es sich in Argentinien überhaupt leisten können, die Bretter anzuschnallen. Die Preise sind Alpenähnlich und die Lifte sind alte Europaimporte, auf denen sogar noch das Schild „Bügel erst unmittelbar vor dem Ausstieg öffnen“ steht. Wer im 50km entfernt gelegenen Malargüe übernachtet bekommt 50% Ermäßigung auf Lifttickets und 20% auf Ausleihen (die ich leider auch nutzen musste). Das Hostel entpuppte sich als Ökoschuppen, in dem zusätzlich zur Heizung auch noch zwei Katzen im Bett für reichlich Wärme gesorgt haben. Aller Anfang ist schwer und so haben wir uns (zu dritt sind wir aus Córdoba angereist) erstmal durch den Verwaltungsdschungel der Ausleihen und Ticketschalter gefressen. Nach gut 3 Stunden waren Bretter, Boots und Tickets am Mann und das Wetter zeigte sich von der Sonnigen Seite. Zu sonnig, wie uns nach der ersten Abfahrt schnell klar wurde. Von dem berühmten Powder keine Spur und die Hänge sahen aus, wie der Steilhang in Enzklösterle nach einem Touristensonntag…und nicht so steil…na ja ihr wisst, was ich meine. So konnten wir 2 Tage lang die Stellenweise tollkühnen Liftkonstruktionen der Argentinier bewundern (ja, es gab auch vereinzelte Eigenkonstruktionen, die leicht zu erkennen waren). Todesmutig haben wir uns am 2. Tag ins Backcountry gewagt, das vom Niveau schon eher an den bekannten Steilhang ragt. Dazu mussten wir uns mit Unterschrift und VIP Bändchen der Verantwortung der Liftbetreiber entsagen und durften ca. 500m grenzenlose Freiheit geniessen. Nachdem wir das Bretteln schon fast aufgeben wollten, trugen uns Gerüchte zu, dass es in Bariloche (ca. 700Km südlich) gerade schneit, wie es noch nie geschneit hat. Zum zweiten mal Sachen gepackt und ab in den Bus

Las Lenas


Samstag, 16. Juni 2007

Córdoba



...ist eine, an europäischen Standards gemessen, eher hässliche Stadt. Da meine Zeit hier so langsam vorbei ist und ich neben den Vorbereitungen für die anstehenden Prüfungen auch schon die bevorstehende Reise plane, habe ich ein paar optische Eindrücke aus Cordoba eingefangen um endlich mal zeigen zu können, wo ich die letzten Monate verbracht habe. Um meine nicht vorhandenen fotografischen Fähigkeiten zu kompensieren, habe ich unter Zuhilfenahme von Photoshop einige Bilder so bearbeitet, dass sie meine persönlichen Eindrücke dieser Stadt etwas verstärken...blablabla. Vertretbar? Ich denke ja, denn mangelndes Talent sollte niemals ein Grund zum Aufgeben darstellen, sofern es technsiche Hilfsmittel gibt, die dieses Talent flickenhaft ersetzen.

Montag, 4. Juni 2007

StudiVZ

für diejenigen, die mich im StudiVZ suchen sollten...ich weiss selbst nicht, warum mein Profil nicht mehr existiert. Jedenfalls ist es ohne Zutun meinerseits gelöscht worden. Dann gibts jetzt halt mal ne Selbstdarstellungspause!

e-mail: atom-ant@gmx.de

Sonntag, 27. Mai 2007

Reisen mit dem Kegelclub "Volle Neune"




Gruppenreisen sind hier bei speziellen Ausflugszielen oft billiger als Individualreisen und mit diesem Wissen habe ich letzte Woche meinen Touritrip nach Iguazu gebucht. 4 Nächte im Hotel mit Halbpension und auf der Hin- und Rückfahrt jew. eine Nacht im coche cama Bus (superbequem und mit keinem deutschen Reisebus zu vergleichen). Als mich dann am Zielbahnhof allerdings eineRentnergruppe samt Animateur und wunderbar gespielt guter Laune empfangen hat, bereute ich die Wahl der Reiseart schon fast wieder. Glücklicherweise nur fast, denn mit einigem Aufwand und etwas Standhaftigkeit kann man sich auch der Gruppendynamik einer argentinischen Reisegruppe (Durchschnittsalter: 55) entgegenstellen und seine eigenen Reisevorstellungen verwirklichen. Die Armen Knechte werden in diesen Reisegruppen von vorn bis hinten ausgenommen und freuen sich dabei als gäbe es nichts schöneres. Vom Busbahnhof ging es beispielsweise erstmal in ein wunderbar unbrauchbares Museum, dessen Zweck ich bis jetzt noch nicht verstanden habe. Nur, dass der Eintritt für argentinische Verhältnisse überteuert war weiss ich noch. Unsereins lächelt bei so einer Abzocke (für 1,25€ hätte ich trotzdem lieber einen Wein getrunken) und sagt sich selbst, dass es das letzte mal gewesen ist aber die reisende Arbeiterklasse, für die es der einzige Urlaub im Jahr ist, scheint betäubt und hilflos ausgeliefert zu sein. Von weiteren Extraausflügen und Sonderbesuchen der Reisegruppe weiss ich nicht viel, weil ich den Bus lediglich als Hol- und Bringdienst benutzt habe. Der Animateur nahm es gelassen und hat nach wenigen Überredungsversuchen eingesehen, dass da kein Raibach zu machen ist. So habe ich die immer freundliche Beute ihrem Schicksal überlassen und mir die Wasserfälle von Iguazu selbst angeschaut. Keine Bilder und keine Worte können dieses Naturschauspiel beschreiben und ich kann jedem Reisenden empfehlen, sich ein dickes, rotes Kreuz an dieser Stelle auf die Landkarte zu malen um eines der schönsten Örtchen auf dieser Welt nicht zu verpassen.

Sonntag, 6. Mai 2007

Montag, 16. April 2007